Die Hainbuche ist wohl eines der dankbarsten heimischen Gehölzern, die sich zur Bonsaipflege eignen. Sie ist sehr schnittverträglich und hat eine gute Ausstrahlung als Bonsai. Sie wird bei uns häufig als Heckenpflanze gepflanzt. Hier finden sich auch oft schöne Findlinge. Hainbuchen haben ein kleines bis mittelgroßes Laub. Der Stamm ist besonders bei älteren Pflanzen sehr ausdrucksstark. Einen nicht so schönen Wurzelansatz können Sie relativ einfach durch abmoosen verbessern. Im Herbst bekommt sie ein schönes gelbes Laub, das abtrocknet und an den Planzen bis in den Februar-März verbleibt. Kurz vor dem Neuaustrieb fällt das alte Laub dann ab. Neben Carpinus bet. gibt es auch andere Arten die meist aus dem Ostasiatischem Raum kommen. Insbesondere sollte hier Carpinus laxiflora u. turczanimowii genannt werden.
Alle Stilarten sind möglich. Es können bis Grossbonsai gestaltet werden. Optimal sind 40-60 cm Größe. Sehr wirkungsvoll ist der frei aufrechte Stil.
Der Standort sollte möglichst hell ausgesucht werden. Jedoch ist es besser die Hainbuche vor der starken Mittagssonne zu schützen. Das Überwintern ist problemlos, aber vor lzu sehr starken Frösten schützen. Immer leicht feucht halten, einmalige Trockenheit führt zu Blattverbrennungen.
Umtopfen erst wenn sich die neuen Triebe zeigen, also relativ spät. Verwenden Sie die Grundmischung für Outdoorbonsai. Sie können bei Hainbuchen auch einen höheren Anteil an Humus verwenden. Düngen erst nach erfolgtem Austrieb. Frühestens aber 6 Wochen nach dem Umpflanzen. Sehr gut eignen sich organ. Mehrnährstoffdünger. Diesen alle 6 Wochen anwenden.
Die Pflege erstreckt sich auf regelmäßiges Schneiden der neuen Triebe. Um eine gute Verzweigung zu erhalten, möglichst frühzeitig pinzieren. Im Herbst bzw. Winter die Triebe erst sehr spät zurückschneiden, da Hainbuchen manchmal zurücktrocknen können. Ein starker Rückschnitt wird gut vertragen, da sie wieder gut austreiben. Große Schnittstellen mit jap. Wundkitt verschliessen.
Vermehrung durch Aussaat oder Abmoosen. Besser ist es jedoch nach guten Findlingen zu suchen.
Carpinus betulus
Hainbuche

Folgende Schädigungen können auftreten:
Läuse, Raupen, Spinnmilben, Schnecken, Mehltau, Rotpustelkrankheit und Wurzelerkrankungen. (Bekämpfungsmassnahmen siehe Bonsaipflege).

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